Personalmangel in der Pflege differenziert angehen


Heinz Lanfermann MdB BERLIN. Zur Diskussion über den Personalmangel in der Pflege erklärt der pflegepolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Heinz LANFERMANN:
Die Diskussion über den Personalmangel in der Pflege muss sich stärker an den Bedürfnissen der Familien orientieren. Die Pflegebranche braucht unbestritten Fachkräfte, um die steigende Zahl an Pflegebedürftigen auch künftig professionell versorgen zu können. Deshalb setzt sich die FDP auch dort für eine klare und konsequente Zuwanderungssteuerung ein, wo der Fachkräftebedarf durch Inländer nicht gedeckt werden darf.
Darüber hinaus ist es aber auch wichtig, die steigende Nachfrage nach Haushaltshilfen und Alltagsbegleitern in den Blick zu nehmen, die für mehre Stunden am Tag bis hin zu einer Rund-um-die-Uhr-Betreuung Pflegebedürftige in ihrer häuslichen Umgebung versorgen. Für viele Familien ist diese Ergänzung zur professionellen ambulanten Pflege die einzige Alternative zum Leben im Heim. Dringend notwendig ist somit, dieses aufgrund der finanziellen Lebenssituation der Pflegehaushalte oftmals illegale Beschäftigungsfeld legal und bezahlbar zu gestalten.
Selbstverständlich müssen die im Land vorhandenen Potentiale genutzt und gehoben werden. Wir werden den Pflegeberuf attraktiver gestalten, indem wir die Ausbildungen grundlegend modernisieren und zusammenführen. Auch in Fortbildung und Umschulung muss weiter investiert werden, um die pflegerische Versorgung der alternden Bevölkerungen zu sichern. Nicht jeder Arbeitslose ist jedoch für den Dienst am Menschen geeignet. Eine differenzierte Auswahl der Arbeitnehmer, die nach Abschluss der Ausbildung auch der Ausübung der Pflege gewachsen sind, ist deshalb entscheidend.
Heinz Lanfermann zu Besuch bei der Paul Hartmann AG


(v.li.:) Gregor Beyer MdL, Klaus Herrmann, Leiter Logistikzentrum Nordost, Dieter Grüder, Betriebsleitung Produktion, Raimund Koch, Leiter Referat Gesundheitspolitik und Heinz Lanfermann MdB Am Donnerstag besuchte Heinz Lanfermann gemeinsam mit dem brandenburgischen FDP- Landtagsabgeordneten Gregor Beyer MdL die Paul Hartmann AG am Standort Brück.
Während eines Rundganges durch die Produktionshallen informierte sich Lanfermann eingehend über das Sortiment des international renommierten Herstellers von Medizin- und Pflegeprodukten. Der Standort Brück besteht seit 1993 und beschäftigt rund 160 Mitarbeiter, vorwiegend zur Produktion von Babyhygiene- und Inkontinenzprodukten.
Beim anschließenden Gespräch mit Raimund Koch, Leiter des Referates Gesundheitspolitik, Dieter Grüder, Betriebsleiter Produktion und Klaus Herrmann, Leiter des Logistikzentrums Nordost wurden neben aktuellen gesundheitspolitischen Fragen auch der Ausbau des Standortes mit der zusätzlichen Schaffung von zwanzig Arbeitsplätzen erörtert.
"Neue Investitionen sind wichtig für die Menschen hier vor Ort und zeigen, daß der Standort Brandenburg Zukunft hat", zeigte sich Lanfermann erfreut.




















