21.03.2006
Elternwille soll endlich zählen
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Zu den hohen Anmeldezahlen zu den Brandenburger Gymnasien erklärt der Bundestagsabgeordnete und Landesvorsitzende der Brandenburger FDP Heinz Lanfermann:Der Sturm aufs Gymnasium und die Ablehnung der Oberschule durch sehr schwache Anmeldezahlen bedeuten das Scheitern einer Schulpolitik der SPD/CDU-Koalition in Brandenburg, die nach der letzten Landtagswahl mit einem Schnellschuss und einem faulen Kompromiss geglaubt hat, die Bildungsprobleme über den Willen der Eltern hinweg lösen zu können.
Während mit der Realschule eine bewährte und bei den Eltern beliebte Schulform eliminiert wurde, konnte das gekünstelte Projekt der Oberschule von Anfang an niemanden begeistern. Alles Schönreden des Schulministers nützt nichts. Was die Eltern nicht wollen, nehmen sie nicht an und versuchen auszuweichen.
Leider besteht zu befürchten, dass aus dem eindeutigen Ergebnis dieser Bürger- und Elternabstimmung mit dem Anmeldeformular nicht der richtige Schluss gezogen wird, endlich Schulpolitik für die Menschen und nicht für die Befriedigung von Bildungsideologen zu machen. Die SPD wird weiterhin auf die endgültige Nivellierung auf unterem Niveau in der Einheitsschule hinarbeiten und die CDU wird wieder nicht genügend Standhaftigkeit aufbieten, dies zu verhindern.
Die FDP Brandenburg fordert weiterhin, die Schulpolitik endlich am Elternwillen auszurichten und so weit wie irgend möglich die Schulformen anzubieten, die von den Eltern gewünscht werden. Ansonsten wird es eben mehr freie Träger und Initiativen von Bürgern geben, die sich von den großen Parteien verlassen fühlen.

