11.07.2006
Ausstellung zur DDR-Alltagskultur in Eisenhüttenstadt besser vermarkten
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Zur bevorstehenden Eröffnung eines privaten Museums für DDR-Alltagskultur erklärt der Bundestagsabgeordnete Heinz Lanfermann, Vorsitzender der FDP Brandenburg:Die Dokumentationsstätte für DDR-Alltagskultur in Eisenhüttenstadt muss besser vermarktet werden.
In ihr wird in anschaulicher Weise DDR-Alltagskultur dargestellt und das noch dazu in einer Innenstadt, die als Flächendenkmal in eindrucksvoller Weise über die Architektur in den 50-er-Jahren zur Zeit der Errichtung dieser Stadt Aufschluss gibt.
Nunmehr besteht aber die Gefahr, dass die Aufmerksamkeit der Bürger, insbesondere vieler Touristen, sich nur auf das demnächst eröffnete Museum für DDR-Alltagskultur in Berlin-Mitte richtet. Es ist sehr begrüßenswert und der Förderung der inneren Einheit dienlich, wenn über den Alltag in der DDR informiert wird und auch denjenigen, die nicht in der DDR groß geworden sind, mehr bekannt wird als nur Sandmännchen und Rotkäppchen-Sekt. Deshalb ist es unternehmerisch sicherlich sehr geschickt, mitten in Berlin, nahe zu vielen Sehenswürdigkeiten und Touristen-Attraktionen, ein Museum für DDR-Alltagskultur zu errichten.
In Eisenhüttenstadt, wo die Ausstellung auch wissenschaftlich begleitet wird, klingt aber schon der Name „Dokumentationsstätte“, ganz anders als sich die Ausstellung tatsächlich präsentiert, nach verstaubten Akten. Das trägt nicht gerade dazu bei, dass der „normale Tourist“ sich zur Reise nach Eisenhüttenstadt angeregt fühlt. Durch die nunmehr auftretende „Konkurrenz aus Berlin“ verschärft sich das Problem. Da aber Konkurrenz bekanntlich das Geschäft belebt, haben die Träger des Dokumentationszentrums jetzt die Chance, mit einem neuen Vermarktungskonzept verstärkt für ihre Einrichtung zu werben. Sie sollten sie jetzt auch nutzen, damit ein Besuch in Eisenhüttenstadt nicht nur ein Ziel für Schüler-Wandertage“, sondern auch z.B. für einen Ausflug von Berlin aus sein kann.

