Heinz Lanfermann - Vorsitzender des AK III Arbeit, Gesundheit und Soziales der FDP-Bundestagsfraktion

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03.11.2009

Pflegequalität wird nicht leiden – Sorge um Wehr- und Zivildienstverkürzung ist unbegründet

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BERLIN. Zur Kritik an der Verkürzung des Wehr- und Zivildienstes erklärt der pflegepolitische Experte der FDP-Bundestagsfraktion Heinz LANFERMANN:

Die Verkürzung des Wehrdienstes und damit des Ersatzdienstes wird keine Auswirkungen auf die Qualität der Pflegesicherung haben. Die von mehreren Verbänden geäußerte Sorge ist unbegründet. Denn in den Bereichen, in denen Zivildienstleistende tätig sind, arbeiten schätzungsweise rund 3,5 Millionen hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Nur etwa 65.000 (1,8 Prozent) sind Ersatzdienstleistende. Diese Stellen werden aber nicht gestrichen, lediglich die Beschäftigungsdauer wird von neun auf sechs Monate verkürzt. Rechnerisch bedeutet dies, dass statt 65.000 Dienststellen im Jahresdurchschnitt zukünftig rund 43.000 Zivildienstplätze besetzt sein werden.

Die faktisch wegfallenden Zivildienstplätze können aber zukünftig leicht durch Plätze des Freiwilligen Jahres ersetzt werden. Hier kamen bisher auf jeden angebotenen Platz drei Bewerberinnen und Bewerber. Da die Freiwilligen im Durchschnitt zwölf Monate in den Einrichtungen mitarbeiten, würde sich für die Einrichtungen die Umstrukturierung sogar positiv auswirken.


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