Heinz Lanfermann - Vorsitzender des AK III Arbeit, Gesundheit und Soziales der FDP-Bundestagsfraktion

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20.02.2008

Info-Hotline für junge Schwangere in Notsituationen und bessere Informationen schon im Schulunterricht

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Zu der auch durch die Äußerung des Altministerpräsidenten Stolpe angestoßenen neuerlichen Diskussion über die Situation junger Mütter und Kindstötungen im Land Brandenburg äußerte sich der Vorsitzende des FDP-Landesverbandes Brandenburg, der Bundestagsabgeordnete Heinz Lanfermann, wie folgt:

Es kommt entscheidend darauf an, dass die jungen, oft völlig überforderten, Schwangeren vorhandene Hilfsangebote auch annehmen. Dazu müssen sie diese aber erst einmal kennen. Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass sie sich in ihrer Verwirrung auf die Suche nach Informationen begeben. Deshalb sollte es im Land eine durch das Land betreute Info-Hotline geben, bei der eine Übersicht über die vorhandene Hilfsangebote, von der Babyklappe in Potsdam bis hin zur Möglichkeit anonymer Geburt, abgerufen werden kann und über die man auch Kontaktadressen erhält. Diese Hotline ist unverzüglich einzurichten. Darauf sollte Sozialministerin Ziegler hinwirken und nicht bejammern, dass die jugendlichen Schwangeren in ihrer Not und Verwirrtheit sich die Informationen nicht verschaffen bzw. nicht davon auszugehen sei, dass sie dies tun.



Darüber hinaus müssen die einzurichtende Hotline sowie die Hilfsmöglichkeiten als solche bereits im Sexualkundeunterricht in der Schule bekannt gegeben werden. Es muss auch dafür gesorgt werden, dass die Info-Hotline-Telefonnummer in Einrichtungen, die Jugendliche bevorzugt aufsuchen, so etwa in Jugendclubs, aushängt.


Durch eine solche Hotline und eine flächendeckende Information über die Hilfsangebote kann einerseits Leben geschützt und verhindert werden, dass es zu Kindtötungen durch junge Frauen kommt, die mit der Schwangerschaft und der Verantwortung für das Kind völlig überfordert sind. Zum anderen können auch die Betreffenden und gegebenenfalls ihr Umfeld davor bewahrt werden, sich in Schuld und Strafe zu verstricken.


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