18.04.2008
Kein Mindestlohn für die Pflege
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Die kirchlichen Arbeitgeber haben Recht: ein Mindestlohn in der Pflege schadet mehr als er nutzen würde. Die Bestrebungen, auch von Teilen der Union, die kirchlichen Träger von Pflegediensten und –ein- richtungen in einen einheitlichen Tarifvertrag zu drängen, sind ein durchsichtiges und gefährliches Manöver, das im Ergebnis mit höheren Pflegekosten und Arbeitsplatzverlusten bezahlt werden müsste.Ein Mindestlohn in der Pflege würde nur den Kostendruck in der Pflege verschärfen. Statt neue Arbeitsplätze zu schaffen, würden bestehende Arbeitsplätze vernichtet. Arbeitslosen würde der neuerliche Einstieg ins Berufsleben erheblich erschwert. Ein Mindestlohn würde zudem die Kosten der Pflege für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen und damit das Risiko der Schwarzarbeit massiv erhöhen. Ein Mindestlohn in der Pflege wäre somit nur ein weiteres Paradebeispiel für ein Projekt der Bundesregierung aus der Kategorie „Gut gemeint, aber schlecht gemacht“.
Es bleibt zu hoffen, dass die Bundesregierung, nachdem nun auch kirchliche Träger ihre erheblichen Bedenken geäußert haben, endlich einlenkt und die Chancen des Wachstumsmotors Pflege nutzt, statt ihn abzuwürgen.

