19.09.2008
Ohne solide Finanzen keine verlässlichen und langfristigen Hilfen für Demenzkranke
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Anlässlich des Welt-Alzheimer-Tages (21.09.2008) erklärt der pflegepolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Heinz LANFERMANN:Die erst im Juli in Kraft getretene Pflegereform soll zu einer Verbesserung der Situation Demenzkranker und ihrer Angehöriger beitragen. Diese Zielsetzung wird von der FDP-Bundestagsfraktion ausdrücklich unterstützt. Die Betreuung und Pflege eines Demenzkranken besteht nicht nur aus gemeinsamen Aktivitäten wie z.B. Malen, Basteln oder gemeinsame Spaziergänge, sondern sind für pflegende Angehörige und professionelle Pflegekräfte mit großen psychischen und physischen Belastungen verbunden. Diese aufopferungsvolle Arbeit verdient deshalb höchste Anerkennung! Eine verlässliche Verbesserung kann hier aber nur gelingen, wenn auch die Finanzierung dieser Arbeit auf ein sicheres Fundament gestellt wird!
Gerade bei diesem Punkt hat die schwarz-rote Bundesregierung völlig versagt. Statt eine zukunftssichere Finanzierung der Pflegeversicherung auf den Weg zu bringen, z.B. durch den von der FDP geforderten gleitenden Übergang in ein kapitalgedecktes und prämienfinanziertes System wurde die Finanzreform einfach abgesagt. Wenn Ende November der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff vorgestellt wird, sind weitere Veränderungen zu erwarten, so etwa bei den gerade erst geschaffenen neuen Leistungen für Demenzkranke oder den Finanzen der Pflegekassen. Die Antwort auf die Frage, ob diese neu geschaffenen bescheidenen Leistungsverbesserungen überhaupt von Dauer sein werden, muss die Bundesregierung wegen des fehlenden Finanzkonzepts schuldig bleiben. Pflegende Angehörige oder professionelle Pflegekräfte brauchen aber langfristig sichere Rahmenbedingungen für ihre Arbeit.

